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Warnlagebericht für Deutschland


Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Samstag, 13.02.2016, 05:00 Uhr

Im Süden Niederschlag, teils als Regen, teils als Schnee. Anfangs
verbreitet leichter Frost. Auf höheren Berggipfeln Süddeutschlands
Sturmböen.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden
bis Sonntag, 14.02.2016, 05:00 Uhr:

Auf der Vorderseite einer Tiefdruckrinne über Südwest-Europa greift
auf den Südwesten und Süden ein Gebiet mit Schnee oder Schneeregen
über.

Aktuell fällt im Südwesten und ganz im Süden etwas Regen und oberhalb
von etwa 500 m Schnee. Dabei breiten sich die überwiegend leichten
Niederschläge über weite Teile Baden-Württembergs bis ins südöstliche
Bayern, im Tagesverlauf dann auch bis ins östliche Bayern aus. Die
Schneefallgrenze steigt ganz im Südwesten auf 600 bis 800 m. Sonst
fällt gebietsweise bis in tiefere Lagen etwas nasser Schnee oder
Schneeregen. Den meisten Schnee gibt es im Südschwarzwald, wo 5 bis
10 cm, in Staulagen vereinzelt um 15 cm Neuschnee zusammenkommen
können. In den anderen Gebieten bleibt es abgesehen von schwachen
Schauern ganz im Norden trocken.

Die Temperatur liegt vielerorts in Gefrierpunktnähe oder im leichten
Frostbereich. Streckenweise muss mit Glätte durch etwas Neuschnee
oder gefrierende Nässe, bei längerem Aufklaren lokal auch durch Reif
gerechnet werden. Darüber hinaus gibt es streckenweise Nebel.
Weiterhin muss vor allem in den Hochlagen des Schwarzwaldes sowie auf
Alpengipfeln mit Böen bis Sturmstärke gerechnet werden.

Im Tagesverlauf dominiert zunächst verbreitet erst einmal ruhiges
Wetter mit längeren freundlichen Abschnitten im Norden. Bis zum Abend
beginnt es von Südwesten her erneut zu regnen. Dabei steigt die
Schneefallgrenze auf 500 bis 800 m, im Südwesten zum Teil auf mehr
als 1000 m. In den Hochlagen des Südschwarzwalds können bis zum Abend
über 10 cm Neuschnee fallen.

In der Nacht zum Sonntag greifen die Niederschläge dann auch auf den
gesamten Mittelgebirgsraum und von dort aus weiter nach Norden über,
wobei dort anfangs bis in tiefere Lagen Schnee fallen kann, aber die
Schneefallgrenze auch alsbald auf etwa 500 m steigt. Verbreitet
stellt sich erneut leichter Frost ein.

Außerdem frischt der südliche Wind im äußersten Südwesten auf mit
steifen Böen 7 Bft, im Bergland Sturmböen 8 bis 9 Bft, auf dem
Feldberg schweren Sturmböen 10 Bft. Auch an und auf der Nordsee lebt
der östliche Wind böig auf mit einzelnen Böen 7 Bft.

Warnung vor Frost/Glätte:
Bis in den Samstagvormittag hinein verbreitet leichter Frost. Im
Bergland muss mit Glätte durch überfrierende Nässe gerechnet werden.


Warnung vor Schneefall:
Im Südwesten in Hochlagen zeitweise Schneefall, im Schwarzwald mit
Neuschneemengen von 5 bis 12 cm, in exponierten Staulagen auch
darüber.

Warnung vor Wind- und Sturmböen:
Auf den Gipfeln des Hochschwarzwaldes und auf Alpengipfeln einzelne
Sturmböen bis Bft 9 (85 km/h), in exponierten Lagen auch darüber.

Warnung vor Nebel:
Im Norden streckenweise Nebel, Sichtweiten zum Teil unterhalb von 150
Metern.


Nächste Aktualisierung: spätestens Samstag, 13.02.2016, 07:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Thomas Schumann