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Warnlagebericht für Deutschland


Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Mittwoch, 29.07.2015, 11:00 Uhr

An der Nordsee und auf den Bergen Sturm-, vereinzelt schwere
Sturmböen. Im Norden und in der Mitte starke Windböen und auch
einzelne Gewitter mit stürmischen Böen.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden
bis Donnerstag, 30.07.2015, 11:00 Uhr:

Am Südrand eines Tiefs über dem Skagerrak strömt kühle und teils
feuchte Meeresluft vor allem in die Nordhälfte Deutschlands.

Heute frischt der Wind im Tagesverlauf vor allem über der Nordhälfte
und in der Mitte deutlich aus West bis Südwest auf. Dabei gibt es
etwa von Rheinland-Pfalz über Hessen bis nach Sachsen und nördlich
davon starke Windböen (Bft. 7), in freien Lagen und vor allem in
Schauern auch stürmische Böen (Bft. 8).
Im Nordseeumfeld ist im Laufe des Nachmittags zunehmend mit
Sturmböen, entlang der Westküste Schleswig-Holsteins in freien Lagen
zum Abend hin auch mit einzelnen schweren Sturmböen zu rechnen. Auch
im angrenzenden Binnenland bis ins mittlere Niedersachsen und in
Mecklenburg gibt es dann häufiger stürmische Böen.
Zudem lebt die Schauer- und Gewittertätigkeit in der gesamten
Nordhälfte von Nordwesten her auf. Die meisten Gewitter sind wohl im
Nordwesten zu erwarten. Dabei können lokal eng begrenzt Graupel bzw.
kleinkörniger Hagel auftreten und auch einzelne stürmische Böen bzw.
Sturmböen. Bei wiederholter Schauertätigkeit ist Starkregen mit 20
bis 35 mm innerhalb weniger Stunden nicht ausgeschlossen.
Nach Süden zu verläuft der Tag ruhiger. Dort ist nur auf exponierten
Gipfeln und in freien Kammlagen mit stürmischen Böen oder Sturmböen
zu rechnen. Zudem fällt in der Südhälfte gebietsweise Regen, der
keine Warnschwellen überschreitet und am Nachmittag von Nordwesten
nachlässt.

In der Nacht zum Donnerstag gibt es an den Küsten weitere Sturmböen
aus West bis Nordwest, anfangs in Nordfriesland auch noch schwere
Sturmböen, wobei auch zunehmend die Ostseeküste von den Sturmböen
betroffen ist. Im Binnenland lässt der Wind allmählich nach, vor
allem im Nordosten ist aber nach wie vor mit starken Windböen zu
rechnen.
Auch im Bergland treten immer seltener Sturmböen auf.
Dazu gibt es an den Küsten und im angrenzenden Binnenland weitere
Schauer und auch kurze Gewitter, wobei bei wiederholter
Schauertätigkeit lokal eng begrenzt auch Starkregen auftreten kann.
Weiter landeinwärts klingen die Schauer nachts rasch ab. Lediglich an
den Alpen regnet es noch gebietsweise.


Warnung vor Wind/Sturm:
Im Nordseeumfeld und in einigen Berglagen bzw. auf den Alpengipfeln
zunehmend stürmische Böen (Bft. 8), später auch Sturmböen (Bft. 9)
aus West bis Südwest. Ansonsten in der gesamten Nordhälfte und auch
in den mittleren Landesteilen starke Windböen (Bft. 7).

Warnung vor Gewitter:
Im Norden und Nordwesten einzelne Gewitter mit stürmischen Böen oder
Sturmböen und kleinkörnigem Hagel, ganz vereinzelt auch mit
Starkregen um 15 mm pro Stunde.


Nächste Aktualisierung: spätestens Mittwoch, 29.07.2015, 16:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Jens Winninghoff