Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Neues Fenster Deutscher Wetterdienst
Startseite

Warnlagebericht für Deutschland


Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Montag, 28.07.2014, 23:22 Uhr

Im Süden und der Mitte gebietsweise Gewitter mit Starkregen. Örtlich
Unwetter oder extremes Unwetter. Ausgangs der Nacht im Süden und in
der Mitte Nebel

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden
bis Dienstag, 29.07.2014, 21:00 Uhr:

Deutschland liegt im Bereich einer Tiefdruckzone mit sehr geringen
Luftdruckgegensätzen. Dabei bleibt in der Mitte und im Süden sehr
warme und labil geschichtete Luft mit hoher
Gewitterwahrscheinlichkeit wetterwirksam. Im Norden ist die Luftmasse
dagegen weniger labil mit entsprechend geringerer
Gewitterwahrscheinlichkeit.

In der Nacht zu Dienstag in der Mitte und im Südwesten gebietsweise
Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel. Vornehmlich im
Südwesten treten auch immer noch Unwetter oder extreme Unwetter mit
heftigem oder extremem Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen auf.
Im Laufe der Nacht lasse die Gewitter nur zögerlich nach, bis in den
Morgen sind starke, lokal auch unwetterartige Gewitter möglich.
Ausgangs der Nacht bildet sich in der Mitte und im Süden, vor allem
dort, wo es am Tage geregnet hat, teils dichter Nebel.

Am Dienstag lebt die Gewittertätigkeit rasch wieder auf, so dass
schon am Vormittag vor allem im Westen und in der Mitte Gewitter
entstehen, die im weiteren Tagesverlauf auch unwetterartig ausfallen
können mit heftigem Starkregen, Sturmböen und Hagel. Besonders von
den Gewittern betroffen ist ein Streifen, der im Westen von der Saar
über die Eifel bis zum Niederrhein reicht und der sich im Osten bis
an die Neiße und zum Oderbruch erstreckt. Auch in Ostbayern muss mit
starker Gewitteraktivität gerechnet werden. Im Osten besteht tagsüber
eine starke Wärmebelastung infolge Tageshöchstwerten um 30 Grad und
hoher Luftfeuchtigkeit.

In der Nacht zu Mittwoch lassen die Gewitter erneut nur sehr langsam
nach, so dass bis in die zweite Nachthälfte mit teils heftigem
Entwicklungen gerechnet werden muss. Im Osten greifen die Gewitter
dann auch bis nach Mecklenburg-Vorpommern aus. Bei Aufklaren kann
sich wieder gebietsweise Nebel bilden.


Unwetterwarnung vor schweren und teilweise extremen
Gewitterunwettern, vorzugsweise im Südwesten:
Im Südwesten lokal schwere Gewitter mit heftigem Starkregen von 25
bis 40 mm Niederschlag in kurzer Zeit, Hagel bis 2 cm und Sturmböen
bis 80 km/h. Im Südwesten extreme Unwetter mit Regen um 45 l/m²,
Hagel und Sturmböen bis 95 km/h.

Warnung vor Gewittern:
Im Osten, Westen und Südwesten einzelne Gewitter mit Starkregen von
15 bis 25 l/qm innerhalb einer Stunde und Sturmböen.

Warnung vor Starkregen:
Im äußersten Südwesten nach Abzug der Gewitter Starkregen von
teilweise mehr als 30 l/m² in 6 Stunden.

Warnung vor starker Wärmebelastung:
Im Osten besteht die Gefahr starker Wärmebelastung, da die gefühlten
Temperaturen 32 Grad übersteigen.

Vorabinformation Unwetter:
In Südwestdeutschland sind bis in den Abend hinein örtlich schwere
Gewitter zu erwarten, mit Starkregen über 25 mm/h bzw. über 35 mm
innerhalb von 6 Stunden, Hagel um 2 cm und Böen von 70 bis 80 km/h.
Gleiches gilt am Dienstag für das nördliche und östliche Bayern sowie
einen Streifen von Benelux und der Saar bis nach Brandenburg und
Sachsen.


Nächste Aktualisierung: spätestens Dienstag, 29.07.2014, 05:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.- Met. Martin Jonas