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Warnlagebericht für Deutschland

WARNLAGEBERICHT für Deutschland

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Montag, 22.01.2018, 21:53 Uhr


Im Süden Regen, im Schwarzwald und im Allgäu anfangs noch starkes Tauwetter (Unwetter). Im Osten und Südosten etwas Schnee und Glätte, in Ostbayern örtlich gefrierender Regen. Lokal dichter Nebel.


Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE für die nächsten 24 Stunden
bis Dienstag, 23.01.2018, 21:00 Uhr:


Die Ausläufer einer Tiefdruckzone über Nordwesteuropa haben Deutschland erreicht. Sie kommen nur langsam ostwärts voran und leiten dabei von Südwesten her eine allmähliche Milderung ein. Vor allem im Osten und Nordosten halten sich zunächst aber noch kältere Luftmassen, dort wird es erst am Mittwoch spürbar milder. 

An den Alpen ziehen die Niederschläge allmählich südwärts ab und die Schneefallgrenze sinkt wieder auf 1000 bis 800 m ab. Oberhalb davon fällt Neuschnee. Damit wird auch die Tauwettersituation in den südwestdeutschen Mittelgebirgen im Laufe der ersten Nachthälfte allmählich beendet (Schwarzwald, Schwäbische Alb und an den Alpen (dort vor allem im Allgäu)). 

Im Osten und Nordosten fällt in der Nacht etwas Niederschlag, teils als Schnee, teils als Regen oder Nieselregen. Dabei ist auch die gefrierende Phase mit Glatteis nicht ausgeschlossen. Streckenweise kann die Glättesituation markant ausfallen, entsprechende Warnungen können bei Bedarf aber erst kurzfristig herausgegeben werden. Im östlichen Mittelgebirgsraum fällt etwas Neuschnee zwischen 1 und 5 cm, im Oberharz und im Stau des Erzgebirges (oberhalb von 600 m) bis 10 cm. Auch dort, wo kein oder kaum Niederschlag fällt, kann es im Norden und Osten sowie im Mittelgebirgsraum bei Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt stellenweise glatt werden durch gefrierende Nässe. Außerdem bilden sich einige Nebelfelder.

Der Wind weht in den Kammlagen der Berge Süddeutschlands in Böen weiterhin teils stürmisch aus westlichen Richtungen.

Am Dienstag macht die Milderung von Südwesten her weitere Fortschritte. Im Erzgebirge, im Bayerischen Wald sowie am bayerischen Alpenrand fällt am Vormittag oberhalb von 600 bis 800 m noch etwas Schnee, Tendenz nachlassend.
Der Wind dreht im Tagesverlauf zurück auf Südwest und frischt nachmittags vor allem im Westen und Norden auf. Im Nordseeumfeld gibt es dann steife Böen (Bft 7, bis 60 km/h), in den Kamm- und Gipfellagen einiger Mittelgebirge stürmische Böen oder Sturmböen (Bft 8/9, 60 bis 80 km/h), auf dem Brocken abends vereinzelt auch schwere Sturmböen (Bft 10, bis 100 km/h).

In der Nacht auf Mittwoch geht die Temperatur entlang und südlich der Donau bei Aufklaren zum Teil in den Frostbereich zurück. Auch in höheren Lagen der östlichen Mittelgebirge kann es leichten Frost geben. Dabei kann es streckenweise glatt werden. In den Hochlagen der östlichen Mittelgebirge ist mit dem aufkommenden Regen anfangs auch gefrierender Regen nicht ausgeschlossen.

Der Südwestwind nimmt im Laufe der Nacht noch etwas zu. Bis zum Morgen sind im Nordwesten ausgreifend bis in das angrenzende Binnenland, sowie in einzelnen exponierten Lagen im Westen erste Windböen zu erwarten (Bft 7). Auf der freien Nordsee sowie im höheren Bergland kann es stürmische Böen geben (Bft 8). Auf dem Brocken sind einzelne orkanartige Böen nicht ausgeschlossen (Bft 11, bis 115 km/h).




Aktuell sind folgende Warnungen in Kraft:

GLATTEIS: In Ostbayern gebietsweise gefrierender Regen oder Nieselregen. 

GLÄTTE: Gebietsweise Glätte durch gefrierende Nässe oder geringen Schneefall.

SCHNEE: Im östlichen und ostbayerischen Bergland leichte Schneefälle. 

TAUWETTER (UNWETTER): In den süddeutschen Mittelgebirgen sowie an den Alpen zunächst noch Tauwetter, nachlassend

FROST: Kommende Nacht in der Osthälfte und im Nordosten verbreitet leichter Frost.

NEBEL: Im Norden streckenweise dichter Nebel, teils mit Sichten unter 150 m.

WIND: Kamm- und Gipfellagen des Schwarzwaldes und der Alpen sowie Brocken, Bft 8 bis 10 aus West bis Südwest.



Nächste Aktualisierung: spätestens Dienstag, 23.01.2018, 05:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Marcus Beyer